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Investmentidee: Vontobel-Optionsscheine auf Kupfer - Von der Elektromobilität profitieren - Optionsscheineanalyse


03.05.2021
Bank Vontobel Europe AG

München (www.optionsscheinecheck.de) - Für Vontobel ist der Kupfer-Future (ISIN XC0009656965/ WKN nicht bekannt) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Optionsscheinen von dieser Einschätzung profitieren können.

Kupfer notiere aktuell auf einem Niveau, welches zuletzt vor zehn Jahren habe erreicht werden können. Demnach koste momentan eine Tonne des Edelmetalls rund USD 9.650 (Stand: 26.04.2021). Der Preisanstieg von Kupfer könne auf zwei Ursachen zurückgeführt werden: Zum einen auf die Folgen der Pandemie und zum anderen auf den enormen Nachfrageanstieg in den Bereichen der Elektromobilität und erneuerbaren Energien - beispielsweise bei der Gewinnung von Wind- und Solarenergie. Im Vergleich zu einem Auto mit Verbrennungsmotor werde für ein Elektroauto circa die vierfache Menge an Kupfer benötigt.

Da viele Kupferminen ihren Betrieb pandemiebedingt hätten drosseln müssen, werde der aktuelle Preisanstieg aufgrund der verringerten Angebotsmenge zusätzlich begünstigt. Mögliche Lösungen dieses Problems könnten die Erschließung neuer Kupferabbaugebiete und Effizienzsteigerungen in bestehenden Minen bieten. Da sich solche Vorhaben aber nicht zeitnah umsetzen lassen würden, würden Analysten derzeit tendenziell eher von einem weiteren Preisanstieg auf dem Kupfermarkt ausgehen. Laut der amerikanischen Großbank Goldman Sachs könnte der Kupferpreis bis zum Jahr 2025 um weitere 50 Prozent, auf insgesamt rund USD 15.000 pro Tonne, steigen. Das US-amerikanische Unternehmen Jefferies befürchte aufgrund des Nachfrageanstieges ein weltweites Kupfer-Defizit von rund 20 Prozent bis zum Jahr 2030.

Insbesondere die Elektromobilität erhöhe die Nachfrage nach Kupfer massiv, denn laut der International Copper Association (ICA) würden in einem Elektroauto bis zu sechs Kilometer Kupferkabel verarbeitet. Ein herkömmlicher Verbrennungsmotor benötige lediglich ein Viertel dieser Menge. Daher sollten laut Prognosen in einigen Jahren ca. sechs Prozent der weltweiten Kupfernachfrage auf Elektroautos entfallen. Sollte der Bedarf an Elektroautos weiter ansteigen, könnte sich Kupfer zu einem der gefragtesten Rohstoffe weltweit entwickeln. Mit einem Anteil von rund 18 Prozent sei Kupfer einer der Hauptbestandteile von modernen Lithium-Ionen-Akkus. Aber nicht nur der Akku selbst, sondern auch weitere Bestandteile eines Elektroautos wie der Antriebsenergiespeicher, der Elektromotor, das Hochvoltbordnetz und die Leistungselektronik würden für einen sehr hohen Bedarf an dem Halbedelmetall sorgen. Zwar variiere der Kupfergehalt bei den verschiedenen Modellen von Elektroautos stark, klar sei jedoch, dass Kupfer einer der wichtigsten Bestandteile eines E-Autos sei.

Ebenso sorge die Ladeinfrastruktur für eine gesteigerte Kupfernachfrage. Ein Treiber dieser Entwicklung sei die Volksrepublik China. Diese sei bereits heute führend beim Absatz von Elektroautos und möchte ihre Führungsrolle im Bereich der Elektromobilität zukünftig ausbauen. Auch wenn der Rohstoff Kupfer selbst keine technologische Revolution darstelle, sei er einer der wichtigsten Basismetalle moderner Schlüsseltechnologien und überzeuge insbesondere durch seine hohe elektrische Leitfähigkeit, welche einer der essenziellsten Faktoren bei der Elektromobilität sei.

Aufgrund seiner effizienten elektrischen Leitfähigkeit sei Kupfer bei der angestrebten Energiewende unersetzlich. So werde der Rohstoff zur Gewinnung erneuerbarer Energien, z.B. durch Windräder und Solaranlagen, benötigt. Da aufgrund des Pariser Klimaabkommens immer mehr Staaten dazu verpflichtet seien, mehr in erneuerbare Energien zu investieren, steige gleichzeitig die Nachfrage an Kupfer. Im Gegensatz zu Europa und China hätten die USA in den letzten Jahren wenig in die erneuerbare Energiegewinnung investiert. Das habe sich jedoch seit dem Amtseintritt von Joe Biden deutlich geändert. Der 46. Präsident der Vereinigten Staaten sei ein klarer Verfechter des Klimaschutzes. Laut Analysten von Bloomberg Intelligence könnte die Nachfrage nach dem Edelmetall deshalb bis zum Jahr 2030 jährlich um etwa fünf Prozent steigen.

Profitieren von der aktuellen Entwicklung am Kupfermarkt dürften vor allem die Verkäufer des gefragten Rohstoffes. Als Reaktion auf die aktuelle Entwicklung wolle der australisch-britische Bergbaukonzern BHP Group seinen Kupferabbau weiter ausweiten. Bereits heute gehöre das Unternehmen mit Sitzen in Melbourne und London zu den größten Bergbauunternehmen weltweit.

Auch Glencore, einer der weltweit größten Rohstoffhändler, profitiere stark von der wachsenden Nachfrage. So habe der Konzern im ersten Quartal 2021 vermehrt auf die Kupferproduktion gesetzt und hingegen die Kohleförderung reduziert. Bereits im vergangenen Geschäftsjahr habe Glencore deutlich weniger Kohle und Öl als noch die Jahre zuvor gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr sei in 2020 die Kohleförderung um 24 Prozent gesunken und die Ölförderung sei um 29 Prozent zurückgegangen. Der aktuelle Kupfer-Hype komme dem schweizerischen Rohstoffhändler daher sehr entgegen. Umsatzausfälle aus den Bereichen Öl und Kohle könnten durch steigende Kupferumsätze kompensiert werden.


Auch der US-amerikanische Bergbaukonzern Freeport-McMoRan, welcher auf die Exploration und den Betrieb von Kupfer- und Goldminen spezialisiert sei, zähle zu den Profiteuren von den aktuellen Entwicklungen am Rohstoffmarkt.

Die Aktie der BHP Group werde aktuell bei AUD (Australischer Dollar) 48,66 (29.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei AUD 49,58 (03.03.2021) und das Jahrestief bei AUD 28,51 (01.05.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden zehn Analysten die Aktie auf "buy", vier auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Die Aktie von Freeport-McMoRan Inc. werde aktuell bei USD 39,35 (29.04.2021) gehandelt, was gleichzeitig dem Jahreshoch entspreche. Das Jahrestief sei bei USD 8,27 (14.05.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 16 Analysten die Aktie auf "buy", fünf auf "hold" und kein Analyst auf "sell" setzen.

Die Aktie der Glencore plc werde aktuell bei GBP 305,00 (29.04.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei GBP 306,20 (26.04.2021) und das Jahrestief bei GBP 134,49 (15.04.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "buy", sieben auf "hold" und kein Analyst auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel der Put-Optionsschein (ISIN DE000VQ46MC1/ WKN VQ46MC) auf Kupfer. Der Basispreis und der Knock-Out befänden sich bei USD 5,097. Das Bezugsverhältnis liege bei 10. Der Hebel belaufe sich auf 7,20. Der Geldkurs liege bei EUR 5,16. Der Briefkurs werde bei EUR 5,17 gesehen. Der Abstand zu Knock-Out betrage 13,52%. (Stand: 03.05.2021, 14:03)

Interessant sei auch der Put-Optionsschein (ISIN DE000VQ69J38/ WKN VQ69J3) auf Kupfer. Der Basispreis und der Knock-Out würden USD 5,376 betragen. Das Bezugsverhältnis liege bei 10, der Hebel bei 4,98. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 7,48 und der Briefkurs betrage EUR 7,49. Der Abstand zu Knock-Out betrage 19,77%. (Stand: 03.05.2021, 14:03)

Außerdem sei der Call-Optionsschein (ISIN DE000VQ4HT37/ WKN VQ4HT3) auf Kupfer interessant. Der Optionsschein habe einen Basispreis und Knock-Out von USD 3,715. Das Bezugsverhältnis liege bei 10. Der Hebel belaufe sich auf 5,68. Der Abstand zu Knock-Out betrage 17,26%. Der Geldkurs liege bei EUR 6,55. Der Briefkurs werde bei EUR 6,56 gesehen. (Stand: 03.05.2021, 14:03)

Eine Investmentidee sei zudem der Call-Optionsschein (ISIN DE000VQ5KV78/ WKN VQ5KV7) auf Kupfer. Der Basispreis und der Knock-Out befänden sich bei USD 3,917, das Bezugsverhältnis bei 10 und der Hebel bei 7,63. Der Geldkurs betrage EUR 4,88 und der Briefkurs EUR 4,89. Der Abstand zu Knock-Out liege bei 12,76%. (Stand: 03.05.2021, 14:03)

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 30.04.2021) (03.05.2021/oc/a/r)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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